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Holger Groschopp wurde in Berlin geboren und erhielt seine Ausbildung an der Hochschule der Künste in seiner Heimatstadt bei Georg Sava (Klavier). Ergänzend studierte er Komposition bei Isang Yun und Liedinterpretation bei Aribert Reimann und Dietrich Fischer-Dieskau. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn in die meisten europäischen Länder, nach Nah- und Fernost sowie Nord- und Lateinamerika.
Er trat als Solist und Kammermusiker bei wichtigen Festivals auf (Berliner Festwochen, Osterfestspiele Salzburg, Cantiere internazionale d’arte Montepulciano, Tongyeong International Music Festival, Festival dei due mondi Spoleto, Musikfest Berlin, Musikfest Bonn u.a.), wirkte bei vielen Ur- und Erstaufführungen mit (u.a. Henze, Reimann, Yun, Rihm) und ist regelmäßiger Gast in Aufnahmestudios.
Er erhielt mehrere Preise, u.a. beim Brahms-Wettbewerb in Hamburg. Den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Boulez Ensemble und anderen renommierten Orchestern ist er seit langem als Ensemblepianist, Solist und Kammermusiker eng verbunden. Seine bislang neun beim Label Capriccio erschienenen CDs mit Transkriptionen und Originalwerken von Ferruccio Busoni erreichten hohe Anerkennung bei der internationalen Fachkritik. Ebenfalls erhältlich sind Aufnahmen mit Werken von Isang Yun, John Adams, Ursula Mamlok, Marcel Mihalovici, Walter Braunfels und anderen.
Mit Adele Bitter hat er 2017 sämtliche Cello- und Klavierwerke von Isang Yun für CD aufgenommen, ebenso wie 2020/22 eine Gesamtaufnahme der Cellokammermusik Simon Laks, die mit einem »Opus Klassik«-Preis ausgezeichnet wurde (Cybele Records). Beide sind auch an einer Gesamtaufnahme (EDA records) der Kammermusik des tschechisch-jüdischen Komponisten Hans Winterberg maßgeblich beteiligt, als Interpreten wie auch als Herausgeber des Notenmaterials (Boosey & Hawkes). Die bisher vorliegenden Folgen wurden für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert.
Version: März 2026
