
Mittwoch, 29. April 2026 // 19:30 Uhr // Kirche St. Ulrich
In Kooperation mit dem Polnischen Radioorchester Warschau








Wir widmen unser Abschlusskonzert Mieczysław Weinberg, dessen Todestag sich am 26. Februar 2026 zum dreißigsten Mal jährt.
Władysław Szpilman: Concertino für Klavier und Orchester (1940)
Alexander Zemlinsky: Symphonie Nr. 2 in B-Dur (1897)
Mieczysław Weinberg: Symphonie Nr. 4 in a-Moll, op. 61 (1957–1961)
Polnisches Radio Orchester Warschau unter der Leitung von Michał Nesterowicz
Marek Bracha – Klavier
Władysław Szpilman – Concertino für Klavier und Orchester (1940)
Wie Strawinsky, Janácek und Honegger komponierte Szpilman ein Concertino, eine einsätzige Komposition für Klavier und kleines Orchester, perlend virtuos im Soloinstrument, spritzig instrumentiert in der Begleitung. Szpilmans berühmtestes Konzertwerk wurde 1940 im Warschauer Ghetto beendet. Es besticht durch unerwartet heiteren, fast swingenden Geist, erinnert dabei ein wenig an Gershwin und an die großen Gesten der großen Filmmusikpartituren dieser Zeit und ist doch in der überlegenen Instrumentation und dem stilsicheren Umgang mit dem Zeitgeschmack ein echter Szpilman.
Alexander Zemlinsky – Symphonie Nr. 2 in B-Dur (1897)
1897 vollendete Zemlinsky seine 2. Symphonie in B-Dur. Zusammen mit der Symphonie in G-Dur von Robert Gound erhielt seine Symphonie 1898 den vom Tonkünstlerverein und von Brahms gestifteten Beethoven-Preis zuerkannt. Im Herbst 1938 floh er mit seiner Frau Louise vor den Nationalsozialisten. Sein Gesundheitszustand war stark angegriffen und verschlechterte sich im amerikanischen Exil immer mehr, am 15. März 1942 verstarb er in New York. Trotz des anfänglichen Erfolgs blieb seine Symphonie in B-Dur lange Zeit unveröffentlicht und wurde erst 1977 – 35 Jahre nach seinem Tod – herausgegeben.
Mieczysław Weinberg – Symphonie Nr. 4 in a-Moll, op. 61 (1957–1961)
Seine Symphonie Nr. 4 in a-Moll, op. 61 gilt als eines seiner zugänglichsten und prägnantesten Werke des symphonischen Zyklus. Wie viele seiner Werke ist die 4. Symphonie von der Idee des „Lachens unter Tränen“ durchzogen. Weinberg lebte nach seiner Flucht aus Warschau in Moskau unter der ständigen Gefahr der Verhaftung und Liquidation. Sein Werk wurde zu seinen Lebzeiten nicht sonderlich beachtet und nur wenig gewürdigt.
Dieses Projekt ist kofinanziert vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen aus Fonds der Kulturförderung.
Ort: Kirche St. Ulrich, St.-Ulrichs-Platz 3, 1070 Wien

