
Im Zentrum dieses Programmes steht das Schaffen für Cello und Klavier von Szymon/Simon Laks, der dieser Instrumentenkombination drei herausragende Werke widmete. Laks emigrierte 1926 von Warschau nach Paris. Seine Karriere wurde durch seine Inhaftierung durch die Vichy-Behörden 1941 und seine Deportation nach Auschwitz 1942 beendet. Laks überlebte das Vernichtungslager als Mitglied und später Leiter der Männer-Kapelle in Birkenau. Darüber berichtet er in seinem Buch „Musik in Auschwitz“. Er kehrte nach der Befreiung nach Paris zurück. In vielen seiner nach 1945 entstandenen Werke reflektiert er die Shoah, so in seiner ergreifenden Passacaille.
Der Schreker-Schüler Karol Rathaus gehörte zu den führenden Protagonisten der Neuen Musik Szene in Europa vor dem Krieg. Aufgrund seiner Erfolge als Filmkomponist konnte er sich und seine Familie über Frankreich und England nach NY retten.
Mieczysław Weinberg, wie Laks in Warschau geboren, flüchtete 1940 über Minsk nach Tashkent. Sein Talent wurde von Schostakowitsch erkannt, der ihn förderte und mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Weinberg erlebte seit der posthumen Uraufführung seiner Oper „Die Passagierin“ bei den Bregenzer Festspielen eine beeindruckende Renaissance.
Simon Laks: Trois pièces de concert für Cello und Klavier (1936)
Karol Rathaus: Rapsodia Notturna (1966)
Simon Laks: Passacaille für Cello und Klavier (1932)
Mieczysław Weinberg: Sonate für Cello und Klavier Nr. 1 (1945)
Simon Laks: Sonate für Cello und Klavier (1932)
