Passacaille

Simon Laks / Karol Rathaus / Mieczysław Weinberg

Mittwoch, 22. April 2026 // 20 Uhr // Kirche St. Ulrich

In Kooperation mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Im Zentrum dieses Programmes steht das Schaffen für Cello und Klavier von Simon Laks, der dieser Instrumentenkombination drei herausragende Werke widmete. Laks emigrierte 1926 von Warschau nach Paris. Seine Karriere wurde durch seine Inhaftierung durch die Vichy-Behörden 1941 und seine Deportation nach Auschwitz 1942 beendet. Laks überlebte das Vernichtungslager als Mitglied und später Leiter der Männer-Kapelle in Birkenau. Darüber berichtet er in seinem Buch „Musik in Auschwitz“. Er kehrte nach der Befreiung nach Paris zurück. In vielen seiner nach 1945 entstandenen Werke reflektiert er die Shoah, so in seiner ergreifenden Passacaille. 

Der Schreker-Schüler Karol Rathaus gehörte zu den führenden Protagonisten der Neuen Musik Szene in Europa vor dem Krieg. Aufgrund seiner Erfolge als Filmkomponist konnte er sich und seine Familie über Frankreich und England nach NY retten. 

Mieczysław Weinberg, wie Laks in Warschau geboren, flüchtete 1940 über Minsk nach Tashkent. Sein Talent wurde von Schostakowitsch erkannt, der ihn förderte und mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Weinberg erlebte seit der posthumen Uraufführung seiner Oper „Die Passagierin“ bei den Bregenzer Festspielen eine beeindruckende Renaissance. 

Simon Laks (1901–1983)
Sonate für Violoncello und Klavier (1932)
I. Allegro moderato ma deciso
II. Andante un poco grave
III. Presto (Scherzo)

Karol Rathaus (1895–1954)
Rapsodia notturna op. 66 für Violoncello und Klavier (1950)

Simon Laks
Passacaille für Violoncello und Klavier (1946)

Mieczysław Weinberg (1919–1996)
Sonate Nr. 1 für Violoncello und Klavier op. 21 (1945)
I. Lento ma non troppo
II. Un poco moderato

Simon Laks
Suite aus der Bühnenmusik »Les Filles du Forgeron« (1964) nach dem jiddischen Schauspiel »Dem Schmids Techter« von Peretz Hirschbein, 2020 arrangiert für Violoncello und Klavier von Holger Groschopp
I. Ouverture
II. Berceuse
III. Interlude
IV. Valse
V. Final

Adele Bitter – Cello
Holger Groschopp – Klavier

Holger Groschopp / Adele Bitter

Ort: Kirche St. Ulrich, St.-Ulrichs-Platz 3, 1070 Wien